Wie man den überlassenen Firmenwagen absetzen kann

10.10.2014

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Ein eigener Firmenwagen ist ein verlockendes Angebot. Doch bringt ein Firmenwagen nicht nur Vorteile für den Angestellten. Die Nutzung eines Firmenwagens wird steuerlich wie eine Gehaltserhöhung gewertet. Damit werden auch eine höhere Lohnsteuer und ein höherer Betrag für die Sozialversicherung fällig. Beim Firmenwagen richten sich diese Beträge nach dem Wert, den der Firmenwagen aktuell hat. Monatlich wird eine bestimmte Summe, ein Prozent des Autowertes, als Privatnutzung deklariert und deshalb vom Gehalt abgezogen. Den so ermittelten Betrag muss der Arbeitnehmer von seinem Bruttoverdienst abziehen.

Die Nachteile sind dabei den wenigsten bewusst, aber sie überwiegen möglicherweise die Vorteile, die ein Firmenwagen bieten kann. Denn umso teurer der Wagen in der Neuanschaffung ist, desto größer ist der Lohnabzug.

Der Staat geht davon aus, dass ein Firmenwagen in jedem Fall auch privat genutzt wird. Daher ist das Führen eines Fahrtenbuches wichtig, um den Firmenwagen absetzen zu können. Im Fahrtenbuch müssen genau Person, Start und Ziel und Zweck der Fahrt vermerkt werden. Dies ist aber ein großer Eingriff in die Privatsphäre. Nicht zu unrecht weigern sich viele, jeden Besuch namentlich anzugeben. Gerade bei Coaches und Beratern steht der Datenschutz der Kunden und Klienten an erster Stelle. Ein vollständig ausgefülltes Fahrtenbuch würde die Schweigepflicht des Beraters gegenüber seinen Klienten verletzen.

Um den Privat-Pkw als Firmenwagen absetzen zu können, ist ebenfalls das Führen eines Fahrtenbuches unerlässlich. Bei Geschäftsfahrten mit dem privaten Wagen werden dreißig Cent pro Kilometer abgerechnet. Diese Fahrtkostenpauschale wird unabhängig vom Fabrikat des Autos abgerechnet. Egal, ob mit Benzin oder Diesel gefahren wird, diese Fahrtkostenpauschale beinhaltet den Treibstoff und die Abnutzung des gesamten Autos und der Reifen. Auch der Bedarf an Kühlflüssigkeit, Scheibenwischwasser und der Ölverbrauch werden mit dieser Kilometerpauschale abgegolten. Mittels eines Fahrtenbuchs ist es möglich, vom Steuerberater auch Fahrten mit dem privaten Wagen analog dem Firmenwagen absetzen zu lassen. Bild: uschi dreiucker  / pixelio.de

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