Streit zwischen Gema und Youtube

08.07.2011

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youtube, Quelle: dannysullivan_flickr

Man surft durchs Internet, landet auf Youtube und schaut sich ein paar Videos an. Dabei sind ein paar lustige Homevideos oder anspruchsvoll animierte Filme. Dann bekommt man Lust sich ein paar Musikvideos von aktuellen Künstlern anzuschauen. Doch was passiert? Nichts. Man sieht nur einen schwarzen Bildschirm mit der Aufschrift “Dieses Material ist in deinem Land nicht verfügbar”. Dieses Phänomen müsste jeder kennen. Nun ist es aber so, dass dieses Phänomen ein ziemlich deutsches Phänomen, ja gar Problem ist. Denn der Grund für die Sperrung dieser Videos liegt nicht etwa bei den Musikkonzernen bei denen der Künstler unter Vertrag ist. Ganz im Gegenteil: Sony Music und Universal Music argumentieren ganz stark für eine Veröffentlichung der Titel ihrer Künstler. Das Problem stellt einzig und allein die GEMA dar. Diese wehrt sich vehement gegen die Veröffentlichung um das Urheberrecht der Künstler zu wahren. So befinden sich Youtube Inhaber Google und die GEMA schon seit mehreren Jahren im Streit. Eine schnelle Einigung scheint dort leider nicht absehbar zu sein, da die GEMA Google letztes Jahr sogar deswegen verklagte. So scheint das ganze noch eine ganze Weile zu gehen.

Die Musikkonzern Chefs werfen der GEMA vor noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen zu sein und viel zu altmodisch zu denken. So entgehen den Musikkonzernen und den Künstlern Einnahmen in Millionenhöhe, da die GEMA sich weigert, Streamingdienste wie etwa Vevo, Youtube oder Spotify in Deutschland zuzulassen.

Das interessanteste an der ganzen Sache ist, dass es auch in den anderen Ländern Vereinigungen wie die GEMA gibt. Dort kann man sich die Videos jedoch anschauen. Warum? Ganz einfach. Diese Vereinigungen haben sich mit Google geeinigt und ganz offiziell unter bestimmten vertraglichen Bedingungen das Freischalten der Videos genehmigt. Warum ist dies in Deutschland jedoch nicht machbar? Sony Music Chef Berger beschreibt es so, dass Deutschland im digitalen Musikmarkt ein Entwicklungsland sei und dafür vor allem die GEMA verantwortlich sei.

Man darf gespannt sein wie es in diesem Prozess weitergeht und wird dies sicherlich noch die nächsten Jahre beobachten können.

 

Ein Kommentar zu Streit zwischen Gema und Youtube

  1. Jens 01.10.2013 at 10:31 #

    Und das ganze wird immer schlimmer. Echt nervig !!

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