Steuer auf Abfindung durch Fünfteilung geringer

30.10.2014

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Für die Zahlung einer Abfindung kann es zwei Gründe geben. Einen freiwilligen und einen unfreiwilligen. Der unfreiwillige erfolgt meistens infolge eines Arbeitsgerichtsprozesses, die freiwillige soll solche Prozesse verhindern. Die Steuer auf Abfindung ist in jedem Fall fällig.

Möchte ein Arbeitgeber Personal abbauen, muss er Kündigungen aussprechen. Dies ist mit einem gewissen Risiko verbunden, denn schon ein kleiner Fehler kann eine Kündigung angreifbar machen. Der gekündigte Arbeitnehmer hat dann die Möglichkeit, innerhalb von 3 Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Dabei kann er sich in erster Instanz sogar selbst vertreten und braucht keinen Anwalt, sodass das Kostenrisiko überschaubar sein kann. Kommt es vor dem Arbeitsgericht zu einer Einigung und die Kündigung bleibt bestehen, erhält der Arbeitnehmer in den meisten Fällen eine Abfindung. Diese berechnet sich nach der Länge der Betriebszugehörigkeit und ist somit für beide Parteien ein kalkulierbarer Faktor.

Um ein solches Arbeitsgerichtsverfahren zu vermeiden, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Vorfeld der Kündigung eine Abfindung anbieten. Damit entschädigt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer für den Verzicht auf eine Klage. Oder anders ausgedrückt kauft der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Klagemöglichkeit ab. Diese Abfindung kann frei ausgehandelt werden und wird voraussichtlich höher ausfallen als bei einem Kompromiss vor Gericht, erspart dem Unternehmen aber weitere Unannehmlichkeiten. Festgelegt wird dies dann in einem Aufhebungsvertrag, in dem das Arbeitsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen beendet wird.

Für die Berechnung der Steuer auf Abfindung ist dabei gut zu wissen, dass die Abfindung dafür gefünftelt wird. Es wird also angenommen, dass die Abfindung über 5 Jahre gezahlt wurde, und die Steuer wird dann für diese 5 Teilbeträge berechnet. Dadurch wird die Gesamthöhe der zu zahlenden Steuer verringert, sodass sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer Vorteile davon haben. Bei einer sehr hohen Abfindung kann die zu zahlende Steuer sogar um mehrere Tausend Euro geringer ausfallen. Bild: Bernd Kasper  / pixelio.de

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