Spyware – konsequentes Ausspionieren von Internetusern

18.11.2014

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Viele Unternehmen nutzen Spyware, um herauszufinden, welche Seiten der Internetbenutzer besucht und somit wo seine Interessen liegen. Die entsprechenden Daten, welche diese Schnüffelsoftware ermittelt und analysiert, werden an die jeweilige Firma, an den Softwarehersteller oder gar an Dritte weitergegeben. Daraufhin treten Unternehmen mit entsprechender Werbung für ein Produkt heran, um es ihm zu verkaufen.

Die Funktionsweise ist äußerst komplex und vielfältig. Eine Variante liegt darin, dass eine derartige Software in einen PC eingeschleust wird und im Falle einer Internetverbindung Daten übermittelt. Geschickt werden dabei Einstellungen am Browser verändert, die der Benutzer oft nicht bemerkt. Im Unterschied zu Viren werden Programme zum Ausspionieren nicht weitergegeben. Eine andere Methode liegt darin, dass beim Herunterladen von Software Cookies hinterlegt werden, welche eine Kennung enthalten, die der Seitenanbieter bei sich abspeichert. Dies kann dazu führen, dass eine zum Schutz angelegte Firewall oder ein Antivirenprogramm nicht mehr erkannt wird beziehungsweise nicht mehr richtig funktioniert; eine mitunter gefährliche Angelegenheit und ein leichtes Spiel für schädliche Viren.

Was Schnüffelsoftware angeht, gibt es darüber hinaus Keylogger, die durch das Kontrollieren von Tastatureingaben den Computerbenutzer komplett überwachen können. Diese Art der Spionage wird über Würmer und Viren auf den PC geladen.

Es gibt in der Komplexität des Internets und vor dem Hintergrund des rasanten Fortschrittes dieses Medium zwar keine 100 prozentige Möglichkeit, Schnüffelsoftware zu erkennen. Dennoch gibt es einige Symptome, die auf sie hindeuten könnten und somit Handlungsbedarf erfordern. Hierzu gehören unter anderem, dass der PC insbesondere beim Internetbesuch langsam arbeitet, dass der Browser Werbefenster öffnet, die keinen Zusammenhang mit der besuchten Webseite erkennen lassen, dass sich in den Favoriten Links befinden, die man selbst nicht gespeichert hat, dass die auffallend häufig Versuche von der Firewall gemeldet werden, eine Internetverbindung herzustellen und dass eine Warnung auf Spyware auf dem Desktop erscheint, um zum Kauf eines angeblichen Anti-Spyware-Programmes zu animieren.
Erkennt der Benutzer einige dieser Symptome auf seinem PC, sollte er diesen auf Schnüffelsoftware hin untersuchen.

Obwohl diese Software auf den ersten Blick nicht so schädlich wie ein Virus erscheinen mag, sollte sie nicht unterschätzt werden. Bild: Rike  / pixelio.de

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