Rechtssicherheit: Wie die Werbung zum Spam werden kann

13.07.2011

Teilen

Kommentare

Schlagwörter

,

 

spam (Quelle:Antje Delater / pixelio.de)

Jeder kennt sie und die meisten Menschen sind von ihnen genervt: Werbe-Mailings auch bekannt als Newsletter. Für die Unternehmen ein strategisch, effektives Marketingmittel da man durch die Mailings umfangreiche Abonnenten-Datenbanken aufbaut und außer

dem so viele potentielle Kunden wie möglich erreicht. Die Schwierigkeit besteht allerdings darin geringe Hürden für das Abonnement und trotzdem eine erforderliche Rechtssicherheit zu gewährleisten, denn sonst kann es leicht zu einer Kostenfalle kommen.

Denn zum Beispiel ungefragter Newsletter werden vom Empfänger häufig als Spam wahrgenommen und kann dann nicht nur zum Vertrauensverlust in den Unternehmens-Newsletter führen, sondern provoziert auch juristische Schritte. Denn laut Gesetz wird der Versand von unverlangten Werbe-Mailings rechtlich als “unzumutbare Belästigung” gewertet (§7 UWG – Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb). Dies gilt nicht nur im Business-to-Costumer, sondern auch im Business-to-Business-Bereich.

 

Der Empfang eines Newsletters bedarf der bewussten, ausdrücklich erteilten Erlaubnis des Abonnenten. Im Zweifelsfall muss die Einwilligung vom Versender nachgewiesen werden. Deshalb sind zum Beispiel versteckte “Einwilligungen” innerhalb von AGB oder Datenschutzerklärung oder auch vorangekreuzte Check-Boxen nicht erlaub. Auch mit Eingabe der E-Mail-Adresse auf der Homepage liegt noch keine ausdrückliche Erlaubnis vor, denn das könnte auch ein Dritter getan haben, der die die E-Mail-Adresse missbraucht.

 

Wenn die Regeln nicht beachtet werden kann dies Abmahnungen zur Folge haben, die sehr teuer werden können, denn die Kostenübernahme für den abmahnenden Anwalt trägt der Abgemahnte.

 

 

Ein Kommentar zu Rechtssicherheit: Wie die Werbung zum Spam werden kann

  1. Online Rechtsberatung 10.01.2012 at 11:25 #

    Immer noch halten sich einige Unternehmen nicht daran das Double Opt-In Verfahren anzuwenden, bei dem der Nutzer dem Newsletterempfang ausdrücklich zustimmt. Es ist jedoch unbedingt erforderlich. Darüber hinaus, muss in jedem Newsletter die Möglichkeit gegeben werden, diesen wieder abzubestellen.

Hinterlasse eine Antwort