Google: Absichtliche Sammlung von WLAN-Daten

03.05.2012

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© vege - Fotolia.com

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Vor Kurzem wurde bekannt, dass Google Wlan-Daten absichtlich und heimlich gesammelt hat. Zwischen 2008 und 2010 fuhren einige Autos von Google Street View durch Städte und Straßen. Es hat sich herausgestellt, dass sie dabei nicht nur Fotos gemacht haben. Sie haben zudem die Aktivitäten von Internetnutzer zu dieser Zeit aufgezeichnet. Der Konzern hat anfangs versucht, dies als ein Versehen darzustellen. Angeblich wurden nur Datensplitter und zwar ohne Absicht gespeichert. Doch nun hat die amerikanische Telekom-Behörde FCC zu den Wlan-Mitschnitten durch Googles Street-View-Autos Ermittlungen angestellt. Diese haben erstmals gezeigt, dass die Google-Software absichtlich so programmiert wurde.

Die ausführliche Untersuchung der Telekom-Behörde FCC hat nun für neue Erkenntnisse gesorgt. Der Untersuchung zufolge wurde die Google-Software nicht nur mit Absicht eingesetzt. Angeblich wurde sie bei der Entwicklung sogar gezielt darauf ausgerichtet, entsprechende Daten der Internetnutzer zu sammeln. Angeblich hat er die Software so programmiert, weil er der Meinung war, dass Informationen über – zum Beispiel – Suchanfragen die Internet-Suche verbessern werden könnten. Die Untersuchung der FCC zeigt außerdem,dass der Software-Entwickler die gesammelten Daten mindestens einmal gesichtet haben muss. Seine Vorgesetzte seien darüber in Kenntnis gesetzt worden. Laut Studie wurden teilweise sogar E-Mails und andere Inhalte gespeichert. Das sind zumindest die Ergebnisse der aktuellen Version des Berichts, der von der Federal Communications Commission (FCC) verfasst wurde.

Bisher hat Google konsequent behauptet, dass die Daten nur wegen einem Fehler im Software-Code gesammelt wurden. Die Autos, die die Aufnahmen für den Straßenatlas Google Street View gemacht haben, haben dabei zusätzlich die Position von Wlan-Stationen registriert. Angeblich war das Ziel, den Google-Nutzern später eine präzisere Ortung zu ermöglichen. Doch dabei hat die Software zwischen 2008 und 2010 auch sämtlich Informationen aus diesen Netzen gesammelt, die nicht entsprechend gesichert waren.

Die neue Studie hat nicht nur mehr Erkenntnisse gebracht, sondern auch neue Fragen aufgeworfen. Experten fragen sich unter Anderem, wie es möglich war, dass ein einzelner Google-Mitarbeiter seine umstrittene Idee unbehelligt umsetzen konnte – ohne dass es anderen Mitarbeitern oder gar Vorgesetzten auffällt.

Ein Kommentar zu Google: Absichtliche Sammlung von WLAN-Daten

  1. Jonas 21.08.2012 at 09:53 #

    Finde ich eine Sauerei das eine einzelne Person so etwas durchziehen kann ohne aufzufallen. Meiner Meinung nach wurde einfach nur ein Sündenbock gesucht um die Firma nicht im schlechten Licht stehen zu lassen.

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