Filmpiraterie im Internet

05.07.2011

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Filmpiraterie, Quelle: Dom W_flickr

Zur Enttäuschung aller Nutzer wurde vor wenigen Wochen das Filmportal kino.to gestoppt. Die Polizei führte eine großangelegte Aktion durch, bei der sie mehrere Betreiber des Angebots festnahmen. Der Vorwurf bezog sich auf die Gründung einer kriminellen Vereinigung sowie Urheberrechtsverletzung in mehr als einer Million Fälle.

Inzwischen sind die Betreiber des umstritten Diensts mit einem leicht veränderten Logo sowie Namen unter kinox.to aufgetaucht. Den Vorfall mit der Schließung des Originals kommentieren sie folgendermaßen: “Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich ihr könnt uns stoppen nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wir wollen euch nicht. Das Internet will euch nicht. Keiner will euch. Alles was wir wollen ist Freiheit und das für JEDEN!”

Die Film- und Unterhaltungsindustrie gibt sich gelassener als der spezialisierte Lobbyisten-Verein GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen). Die GVU beschrieb die Aktion jedoch trotzdem als einen Erfolg, auch wenn es wieder eine Seite gibt, die das gleiche Prinzip verfolgt. GVU teilte folgendes der Presse mit: “Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat.”

Kino.to soll vier Millionen Nutzer gehabt haben. Das wird von kinox.to sicherlich in den nächsten Tagen auch wieder erreicht werden. Neben Kino.to gibt es auch weiterhin andere Portale gleicher Art, die entweder Raubkopien von Blockbuster oder Inhalte ganzer DVDs zur Verfügung stellen.

Das Gesetz ist sich allerdings noch nicht schlüssig, ob das Betrachten illegaler Filmkopien strafrechtliche Konsequenzen für die Zuschauer haben soll bzw. kann. Denn viele Filme werden nur im sogenannten Streaming-Modus angeschaut. Man muss also Filme nicht mehr Downloaden.

Kinox.to ist auch momentan nicht mehr online. Das liegt jedoch eher daran, dass zu viele Nutzer sich wieder auf einmal auf die Seite begeben haben.

Ein Kommentar zu Filmpiraterie im Internet

  1. Uwe 13.07.2011 at 16:50 #

    Was hat die GVU denn erwartet – Streamdienste sind viel zu populär um sich durch eine Razzia ausschalten zu lassen. Es wird sie solange geben, wie die Technik es hergibt und solange die Konzerne eine irrationale Vertriebspolitik pflegen.

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