Datenspeicherung bei Google – Änderungen gefordert

01.10.2012

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CDU-Medienpolitiker Thomas Jarzombek fordert die Speicherdauer bei der Google-Suche drastisch zu verringern. In einem Schreiben schlägt er vor, die Speicherdauer von 18 Monaten auf beispielsweise eine Woche zu reduzieren. Nicht nur Google, sondern auch Bing und andere Suchmaschinen speichern die persönloichen Suchdaten.

Viele Internetnutzen wissen gar nicht, dass alle ihre Daten und Suchanfragen 18 Monate gespeichert werden und davon sogar neun Monate personalisiert. Egal, was für eine Internetseite man öffnet, die Werbebanner oben, unten, rechts oder links sind alle auf individuell auf den User zugeschnitten.

Da es vielen Unternehmen wichtig ist, jedem Kunden ein abgestimmtes Angebot zukommen zu lassen, wird man selbst dann mit Werbung zugeschwemmt, auch wenn man nicht nach etwas gesucht hat. Was meinen Sie, warum auf einmal überall Waschmaschinen-Werbung aufblinkt, wenn Sie eben erst nach einer neuen im Internet gesucht haben?

Ihr Internetverlauf wird abgespeichert und automatisch ausgewertet ohne jemals zugestimmt zu haben.

Das soll sich jetzt ändern. In einem freien Land wie Deutschland sollte man meinen, dass man etwas mehr Privatsphäre hat. Doch wir werden wie viele andere Länder zu einem Beobachtungsstaat. An jeder Ecke eine Kamera, in der Bahn oder im Bus, im Büro oder sogar schon in vielen Hauseingängen. Das Schlimmste daran ist, dass vielen Menschen weisgemacht wird, dass es nur zu ihrem eigenen Schutz sei. Aber ist es wirklich so?

Selbst unsere Telefone werden abgehört und archiviert. Als wäre jeder Mensch mit einem potentiellen Betrüger- oder gar Killergen zur Welt gekommen. Nicht nur Politiker können daran etwas ändern. Jeder Einzelne ist gefragt, um für ein freies und vor allem unbeobachtetes Leben zu kämpfen.

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