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Smartphines © Scanrail - Fotolia.com

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Smartphones entwickeln sich zum neuen besten Freund vieler Menschen. Allerdings ist jetzt herausgekommen, dass die Handybesitzer_innen nicht alles über ihren Begleiter wissen. Denn oft ist in den Smartphones eine Software versteckt, die alle möglichen Daten aufzeichnet. Zum Beispiel auch Texteingaben, obwohl diese eigentlich verschlüsselt werden sollten. Das Programm heißt, wie das dazugehörige Unternehmen “Carrier IQ”. Ungefähr 141 Millionen Smartphones haben die Software installiert und sie lässt sich nicht stoppen, ohne das gesamte Betriebssystem auszutauschen. Und das Programm kann viel: neben Standortinformationen kann es Anrufe, SMS und auch das Aufrufen von Apps aufzeichnen und sogar Audioaufnahmen machen und die Eingaben auf der Tastatur mitschneiden. Letzteres bestreitet die Firma Carrier IQ. Das Programm wurde entwickelt, um die Stabilität und die Qualität von Hardware und Netzwerken zu verbessern. Deswegen sammele sie Informationen bei Abstürzen und weiteren Fehlfunktionen und sende sie an die Provider oder Hersteller, so die Firma. Allerdings zeigt der Android-Entwickler Trevor Eckhart in einem Internetvideo, dass Carrier IQ anscheinend schon Texteingaben protokolliert. Die von ihm bei Google eingegebenen Worte “Hello World” sind im von Carrier IQ angelegten Protokoll im Klartext zu sehen. Während HTTPS den Text beim Absenden verschlüsselt, kann Carrier IQ die Buchstaben schon beim Eingeben speichern und unterläuft so das HTTPS-Protokoll. Im Video zeigt Eckhart auch, wie er das Programm auf seinem Smartphone gefunden hat. In einer Fabrikversion zeigt sich Carrier IQ in der Statusleiste den Nutzer_innen, bei Fehlfunktionen und Abstürzen. Bei den bisher verkauften Geräten bleibt das Programm allerdings versteckt.

Allerdings konnte Eckhart nicht nachweisen, dass die aufgezeichneten Daten irgendwohin schickt, deswegen beschränkt sich seine Beschwerde bei dem Unternehmen darauf, zu fordern, dass Carrier IQ transparenter werde und die Nutzer_innen darüber aufgeklärt werden. Außerdem ist nicht klar, ob das Programm auch außerhalb der USA auf den Smartphones installiert ist. Mithilfe einer von Eckhart entwickelten Software können fortgeschrittene Nutzer_innen das aber selbst herausfinden.

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